Regula Rytz Nationalrätin Präsidentin Grüne

Grundrechte und gesellschaft

AHV statt Wackelrenten

Die neue Ideologie für die Absicherung im Alter heisst flexible Renten. Lesen Sie hier den Beitrag von Regula Rytz zu den «Wackelrenten».

Die Flexibilität hat Grenzen.pdf 44 KB

Fundament der Altersvorsorge stärken

Heute können viele Menschen mit ihren Renteneinkommen aus erster und zweiter Säule im Alter ihr “gewohntes Leben” nicht mehr “angemessen” weiterführen, wie es die Verfassung verspricht. Zudem hinken die AHV-Renten immer mehr den Löhnen hinterher und die Leistungen der zweiten Säule stehen unter Druck. Deshalb sollen die AHV-Renten um 10 Prozent erhöht werden. Dies fordert die Volksinitiative “AHVplus: für eine starke AHV”, die am 12. März lanciert wurde und von den Grünen unterstützt wird. mehr

Die beiden ersten Volksinitiativen der Grünen wurden 1994 lanciert und waren dem Thema AHV gewidmet. Während die Initiative “Für eine gesicherte AHV — Energie statt Arbeit besteuern” (ökologische Steuerreform) damals zu visionär war und in der Volksabstimmung keine Chance hatte, wurde die zweite Initiative sehr viel besser aufgenommen. 46 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich im November 2000 “Für ein flexibles Rentenalter ab 62 für Frau und Mann” aus.

Seither sind die Diskussionen über die Zukunft der AHV nie abgebrochen. Immer wieder wurde von der bürgerlichen Seite der Untergang der AHV heraufbeschworen. Doch die AHV ist entgegen allen Schwarzmalereien finanziell solid aufgestellt. Und sie ist ein grossartiges Werk der Solidarität zwischen den Generationen und den verschiedenen Einkommensklassen. Auch die Spitzenverdiener – und davon gibt es ja nicht wenige – müssen auf jedem Franken AHV-Beiträge bezahlen. Ihre Rentenleistung ist aber begrenzt und beträgt auch bei einem Millioneneinkommen maximal 2’340 Franken pro Monat.
Trotzdem sind die Lebensbedingungen einer Gesundheitsfachfrau und eines Konzernmanagers im Alter sehr unterschiedlich. Während die eine von der AHV und einer mehr oder weniger kleinen Pension ihr Leben bestreitet, kann der andere auf eine steuergünstig angesparte dritte Säule zurückgreifen. Je geringer das Einkommen desto grösser der AHV-Anteil in der Altersrente. Damit der Verfassungsauftrag für eine sichere Altersversorgung auch bei tiefen Löhnen erfüllt werden kann, ist eine Nachbesserung bei der AHV dringend nötig.
Für uns Grüne ist die AHV das Fundament der Altersvorsorge, das gegenüber der zweiten Säule gestärkt werden muss. Der Vorstand der Grünen hat deshalb beschlossen, die AHVplus-Initiative aktiv mitzutragen.

Mehr Infos: ahvplus-initiative.ch

11 03 2013 Pressekonferenz AHVplus.pdf 47 KB

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