Regula Rytz Nationalrätin Präsidentin Grüne

Energie und klimaschutz

45 Jahre sind genug!

Morgen vor 45 Jahren spies der Reaktor Beznau I erstmals Strom ins Schweizer Stromnetz (Artike vom Dez 2014). Damit hat das älteste AKW der Welt auch das Ablaufdatum der Atomausstiegsinitiative erreicht. Die Grünen fordern nach wie vor: Beznau muss unverzüglich abgeschaltet werden.
mehr

Mitglieder der Parteispitzen der Grünen Schweiz und Aargau forderten mit einer Aktion am 1. September 2014 beim AKW Beznau dessen sofortige Ausserbetriebnahme. Das älteste AKW der Welt ist ein untragbares Risiko für Mensch und Umwelt. Das Festhalten an Uralt-AKW, unbefristeten Laufzeiten und dazu noch einer laschen Atomaufsicht ist nicht nur lebensgefährlich. Es behindert auch die dringend nötige Energiewende. Das AKW liesse sich durch eine Steigerung der Energieeffizienz oder den Einsatz erneuerbarer Energien, wie vom Nationalrat in der Wintersession beschlossen, problemlos wegsparen.

Uralt-AKW sofort vom Netz

Uralt-AKW wie Beznau I und II oder Mühleberg können niemals auf den aktuellen Stand der Sicherheitstechnik aufgerüstet werden. Ebenso wenig, wie ein Telefon aus den 1960er Jahren zu einem Handy umgebaut werden kann. Statt wie angekündigt 700 Mio. Franken in Nachrüstungen zu stecken, soll die AXPO das Geld in die Stilllegung des AKW Beznau investieren.

Die Liste der bekannten Mängel im AKW Beznau ist lang:

  • Notstromversorgung, Not- und Nachkühlstränge: ungenügend
  • Risiko Flugzeugabsturz: Die äussere Hülle ist mit 70–90 cm zu dünn
  • Schutz vor Erdbeben und Überflutung durch Hochwasser: nicht gewährleistet
  • Stahldruckschale des Primärcontainments: verrostet

Ohne Atomausstieg keine Energiewende

Die Atomaufsichtsbehörde ENSI verlangt verbindliche Maximallaufzeiten für die Schweizer AKW. Leider hat der Nationalrat in der Wintersession diese dringende Aufforderung ignoriert. Der Ständerat muss dies korrigieren und die AKW auf 45 Jahre befristen. Nur so wird das älteste AKW der Welt endlich abgeschaltet.

Verbindliches Ausstiegsdatum nötig

Am 16. November 2012 wurde mit über 108’000 Unterschriften die Atomausstiegs-Initiative bei der Bundeskanzlei eingereicht. Die Initiative wurde nach dem Atomunfall in Fukushima 2011 von den Grünen lanciert. Die Initiative wird von mehreren Umweltverbänden (Pro Natura, Greenpeace, VCS, SSES), verschiedenen Parteien (SP, EVP, CSP, JUSO), Anti-AKW Organisationen (ContreAtom, sortir du nucléaire), Gewerkschaftsorganisationen (SGB, UNIA, vpod) und Unternehmen (Jenni Energietechnik AG) unterstützt. mehr

Volksinitiative Atomausstieg

Die Initiative schafft den nötigen Druck, um den Atomausstieg endlich umzusetzen. Die Betriebszeit der Schweizer AKW wurde auf eine Dauer von 40 Jahren ausgelegt. Jedes zusätzliche Betriebsjahr erhöht die technischen Probleme und damit die Risiken für einen Atomunfall. Nur mit der grünen Initiative kann der nötige Druck gemacht werden, um die alten und gefährlichen AKW endlich vom Netz zu nehmen. Die Energie-Alternativen sind längst vorhanden. Nun braucht es endlich Taten statt Worte. Das sieht auch der Bundesrat so, der zumindest einen Gegenvorschlag zur Initiative erarbeiten will.

15 03 2013 Medienmitteilung Gruene.pdf 46 KB

16 11 2012 Redetext Regula Rytz.pdf 53 KB

AGENDA

27. November – 16. Dezember
Wintersession